Gudrun Tiemeier

„Werft Eure Herzen über alle Grenzen“

(Zitat aus einem Liedtext von Walter Mehring)

Gudrun Tiemeier Am 22. September 2010 ist Gudrun Tiemeier plötzlich und unerwartet verstorben. Zehn Jahre lang war Gudrun Tiemeier die Sängerin und quasi Mutter unserer Band. Beim Tod begegnen wir der Grenze unseres Verstandes. Für unser Jubiläumsprogramm hat Gudrun das Zitat „Werft Eure Herzen über alle Grenzen“ als Titel ausgewählt. Für uns ist dieses Zitat ein Sinnbild für die Fülle ihres Lebens!

 

 

 

Kurzbiographie

  • geboren am 4.12.1970 in Hamburg.
  • aufgewachsen in London und Hamburg-Duvenstedt.
  • Studium an der Folkwang-Hochschule und GHS Essen mit den Fächern Musik, Englisch und Erziehungswissenschaften.
  • 1999-2009: Studienrätin an der Ida-Ehre Gesamtschule, Hamburg.
  • 2000 gründete Gudrun die Band Mischpoke. Nach und nach fanden sich über einen Aushang, aber auch teils zufällig über Bekannte und Freunde fünf Musiker, die die Liebe zum Klezmer verbindet: Gudrun Tiemeier, Gesang; Cornelia Gottesleben, Violine; Georgia Hoppe, Klarinette; Frank Naruga, Gitarre; Alexander Hopff, Klavier, Akkordeon und Gesang.
  • 2009-2010: Studienrätin am Walddörfer Gymnasium, Hamburg.

 

Die wichtigsten Programme mit Gudrun von 2000 – 2010

Mischpoke

„Ikh hob dikh tzufil lib“

Mischpoke präsentiert in ihrem ersten Programm jiddische Liebeslieder voller Sehnsucht, Tangos voller Erotik, zärtliche Wiegenlieder voller Tristesse, Songs und Instrumentalstücke. Die Klassiker und lange vergessene Kompositionen jiddischer Musik spielt Mischpoke mit Liebe, Hingabe und Respekt, aber auch mit der Freiheit, sie teils traditionell, teils aus dem Hier und Heute in aktuellen Stilen darzubieten. Dabei vereint die Gruppe Einflüsse aus dem Jazz, der Salonmusik sowie aus orientalischen Klängen.

Die Mischpoke CD aus dem Jahre 2006 kann – solange der Vorrat reicht – bestellt werden (Musiker: Gudrun Tiemeier, Gesang; Cornelia Gottesleben, Violine; Georgia Hoppe, Klarinette; Frank Naruga, Gitarre; Alexander Hopff, Klavier, Akkordeon und Gesang).

Gudrun Tiemeier & Magdalena Abrams

„DOS LEBN IZ A TEATER“

Für ihr Programm „Dos Leben iz a Teater“ fand die MISCHPOKE Inspirationen in der Welt des jiddischen Theaters. Das moderne jiddische Theater, von seinen Anfängen vor etwa 150 Jahre in Osteuropa bis hin zu seiner Blütezeit im Amerika des frühen 20. Jahrhunderts, umfasst eine reiche Palette an unterschiedlichen musikalischen Einflüssen: von der Wiener Operette, von rumänischen Tänzen, dem Chanson und dem New Yorker Broadway geprägt, spiegelt das jiddische Theater in einer unvergleichlichen Kombination aus Melancholie mit Witz die Höhen und Tiefen des Lebens.

„Werft Eure Herzen über alle Grenzen“

Die Geschichte des jüdischen Volkes ist von Anbeginn bis in unsere Zeit eine Geschichte des Flüchtens vor existentiellen Bedrohungen. Daher ziehen sich Exil und Entfremdung als zentrale Themen durch die jiddische Dichtung und Musik. Die Mischpoke hat sich auf Spurensuche begeben. Sie begegnet der Suche nach Identität, Sehnsucht nach der Heimat, Kraft der Liebe und der Liebe zur Musik. Oft melancholisch, oft aber auch humorvoll erzählen die Lieder und Stücke Geschichten von der Migration, wie es nur der Klezmer kann.

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